Seiteninhalt

Regionales Energiekonzept FrankfurtRheinMain


Das neue Klima-Energie-Portal ist online

Klimaportal Bild NewsEine übersichtliche Darstellung der regionalen Aktivitäten und die Vernetzung der regionalen Akteure ist eine wichtige Daueraufgabe des Regionalen Energiekonzepts, die zukünftig weiter ausgebaut werden soll. Mit dem Klima-Energie-Portal Region FrankfurtRheinMain haben wir jetzt die Informationsplattform zu den Themen Energiewende, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in der Region.

 

Darin finden Sie

  • die Energieerzeugung, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen in einer einheitlichen regionalen Datenbasis.
  • die Aktivitäten in der Region.
  • leicht verständliche Informationen über den Klimawandel, seine Auswirkungen und den Klimaschutz.


„FrankfurtRheinMain – 100 % energieeffizient und erneuerbar“

Dieses Ziel verfolgen die Stadt Frankfurt am Main und der Regionalverband FrankfurtRheinMain. Mit vereinten Kräften streben sie an, dass die gesamte Region sich bis zum Jahr 2050 in eine klimaneutrale Gesellschaft verwandeln soll – ein ambitioniertes Vorhaben, das die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Akteure auf allen Ebenen erfordert. Mit dem Regionalen Energiekonzept wird diese Zusammenarbeit auf der regionalen Ebene organisiert.

Marke Enegiekonzept

Rahmenbedingungen für das Regionale Energiekonzept

Die Stadt Frankfurt am Main hat in einem Masterplan erarbeitet, wie die Energieversorgung Frankfurts bis zum Jahr 2050 zu 100% auf die effiziente Nutzung erneuerbarer Energien umgestellt werden kann. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen des „Masterplans 100% Klimaschutz" unterstützt. Die Ziele Frankfurts lassen sich nur in Zusammenarbeit mit der Region lösen. 


Auch in der übrigen Region FrankfurtRheinMain gibt es bereits zahlreiche energiepolitische Zielsetzungen, die auf der Ebene der Landkreise, Städte und Gemeinden beschlossen wurden. Viele Kommunen sind darüber hinaus Verpflichtungen durch den Beitritt in Bündnisse eingegangen, wie zum Beispiel Klimabündnis, Konvent der Bürgermeister und 100 Kommunen für den Klimaschutz. Ein gemeinsames Ziel für die Region wurde bisher noch nicht beschlossen.


Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, sind innovative Ansätze und Geschäftsmodelle sowie neue Partnerschaften in der Region erforderlich.

Warum erstellt der Regionalverband das Regionale Energiekonzept?

Die Region ist die vermittelnde Ebene, auf der die übergeordneten klima- und energiepolitischen Ziele (von EU, Bund und Ländern) und konkrete Projekte vor Ort – häufig mit überörtlichem Bezug – ineinandergreifen. Hier wird die praktische Umsetzung wirksam und muss mit anderen raumwirksamen Ansprüchen überörtlich und querschnittsbezogen abgewogen und koordiniert werden.


In der Region FrankfurtRheinMain steuert und koordiniert der Regionalverband die Entwicklung und ist verantwortlich für ein gemeinsames Erscheinungsbild der Region.

Auf regionaler Ebene stehen dazu zwei instrumentelle Säulen zur Verfügung:

Formelle Verfahren:

  • Regionaler Flächennutzungsplan (RegFNP), Sachlicher Teilplan
  • Erneuerbare Energien

Informelle Verfahren:

  • Regionale Energiekonzepte (Analysen, Leitlinien/Ziele und Umsetzungsstrategien/-maßnahmen zur energiepolitischen Entwicklung der Region).

Die Regionalversammlung Südhessen und die Verbandskammer des Regionalverbands haben die Erarbeitung eines Sachlichen Teilplans Erneuerbare Energien beschlossen, der die im gültigen RegFNP getroffenen Zielaussagen und Plandarstellungen zum Thema Energie (Text Kapitel 8.2) ersetzt. Der Sachliche Teilplan Erneuerbare Energien wird dazu vor allem Vorranggebiete für Windenergienutzung sowie Ziele und Grundsätze zu den übrigen erneuerbaren Energien formulieren. Nicht flächenrelevante Arten der erneuerbaren Energien und andere Aspekte der Energiewende, wie z. B. Energieeinsparung und -effizienz, sind durch das formelle Instrumentarium der Planung jedoch kaum steuerbar.


Das Regionale Energiekonzept soll daher die formelle Regionalplanung ergänzen und sich insbesondere auf die Zusammenarbeit der maßgeblichen öffentlichen Stellen, der Wirtschaft sowie der Vereine, Verbände, Genossenschaften etc. konzentrieren.


Grundsätzlich ist die Arbeit am Regionalen Energiekonzept FrankfurtRheinMain dabei so angelegt, dass während der Konzeptphase das konkrete und aktuelle Handeln nicht ausgebremst wird. Schon bei der Erarbeitung der ersten Konzeptbausteine ab 2013 wurden verwertbare Projekte realisiert, etwa die Praxisleitfäden und die Energiesteckbriefe (s. u.). Dies wird auch beim weiteren Erstellungs- und Fortschreibungsprozess so fortgeführt werden. Angesichts der langfristigen Ziele ist hier Gleichzeitigkeit gefragt.

Wie entsteht das Regionale Energiekonzept?

Die Stadt Frankfurt am Main und der Regionalverband FrankfurtRheinMain erarbeiten gemeinsam mit den Kommunen und Akteuren der Region das Regionale Energiekonzept FrankfurtRheinMain. Im April 2013 haben Stadt und Region ihre Zusammenarbeit formell beschlossen.

Der Prozess zur Erarbeitung des Regionalen Energiekonzepts gliedert sich in drei Phasen:


Prozesserarbeitung Regionalkonzept


Phase Eins – Regionale Datenbasis

Stadt und Region haben ab 2013 erste Bausteine für das Regionale Energiekonzept erstellt:

 

Leitfaden Dreispaltig

Phase Zwei – Beteiligungsprozess


Beteiligungsphase Energiekonzept

Um für jedes Kernthema eine Strategiegruppe zu gründen, wurden regionale Institutionen und Einzelpersonen mit Fachkompetenz ermittelt und zur Mitarbeit eingeladen. Unternehmen der Wirtschaft zählten ebenso dazu wie Verbände, Vereine, Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler, Mitarbeiter aus der Verwaltung von Landkreisen und Kommunen sowie bereits bestehende Organisationsstrukturen und Netzwerke.


Insgesamt beteiligten sich etwa 100 Institutionen mit rund 150 Experten am Prozess. Jede Strategiegruppe traf sich sechsmal über einen Zeitraum von etwa einem Jahr. In einem moderierten Verfahren wurden gemeinsame Ziele und Erfordernisse diskutiert und zusammengetragen.

Halbzeitveranstaltung am 29.04.2015

Die Mitglieder der Strategiegruppen bei der Zwischenkonferenz. Foto: Salome Roessler 

 


Die Arbeit der Strategiegruppen orientierte sich an den bestehenden energiepolitischen Zielen für das Jahr 2050: Daran richteten die Beteiligten alle Strategien und Maßnahmen aus. Bereits erarbeitete regionale Bausteine des Energiekonzepts wurden thematisch aufbereitet und diskutiert. Darüber hinaus formulierten die Akteure projektbezogene Rahmenbedingungen für die regionale, Landes-, Bundes- und EU-Ebene, die für die Umsetzung der Maßnahmenvorschläge hilfreich oder notwendig sind.


Die Arbeitsergebnisse der Strategiegruppen beginnen jeweils mit einer Themen-Vision für 2050, die sich aus einer ausführlichen Bestandsaufnahme heraus entwickelt hat. Die Visionen beschreiben regionale Umsetzungsergebnisse für das jeweilige Handlungsfeld in Form von Annahmen, Wünschen und Vorstellungen. Dabei handelt es sich nicht um Prognosen oder Szenarien – vielmehr gehen die Visionen von einer idealen, vollständigen Umsetzung der übergeordneten Klimaschutzziele der EU, des Bundes und des Landes aus.


Kernergebnisse des Beteiligungsprozesses sind die rund 50 konkreten Strategie- und Maßnahmenvorschläge der Experten zum Gelingen der Energiewende in der Region.

 

Abschlusstagung Beteiligungsphase Regionales Energiekonzept

Die Abschlussveranstaltung am 25. November 2015. Foto: Rolf Oeser

 

Die Ergebnisse der einjährigen Arbeit wurden am 25. November 2015 in der Deutschen Nationalbibliothek präsentiert. Die Ergebnisse wurden in einem Arbeitsbericht (PDF, 8 MB) sowie einer Broschüre (PDF 2,1 MB) dokumentiert und bilden gemeinsam mit den bereits erhobenen Datengrundlagen das Gerüst für die eigentliche Konzepterstellung, die 2016 beginnt. Auch werden sich die entsprechenden politischen Gremien mit den Ergebnissen befassen.

REK_Broschüre_Arbeitsbericht_Schatten Broschüre (PDF 2,1 MB)

 

Phase Drei – Konzeptformulierung


In jedem Handlungsfeld gilt es nun, möglichst viele konkrete Maßnahmen zu realisieren, die dann als Vorbild für weitere Umsetzungen dienen.

Der Regionalverband beginnt entsprechend dem Beschluss der Verbandskammer vom 14. Dezember 2016 mit folgenden Maßnahmen:

  • Aufbau und Pflege eines regionalen Energiemonitoring- und Berichtswesens
  • Route der Energiekultur (Arbeitstitel)
  • 10.000 Dächer für die Energiewende
  • Unterstützung der Kommunen bei einer Erstellung integrierter energetischer Stadtentwicklungskonzepte und energetischer Quartierskonzepte
  • Entwicklung nachhaltiger Gewerbegebiete
  • Car-Sharing-Angebote ausweiten

Mehr zu den Maßnahmen erfahren sie hier im Klima-Energie-Portal.


 

Letzte Aktualisierung: 22. März  2017