Seiteninhalt

Nahmobilität

Unter Nahmobilität wird verstanden, dass die Menschen ihre täglichen Bedürfnisse in der Nähe, d.h. mit kurzen Wegen, erfüllen können. Grundsätzlich eignen sich die kurzen Wege bis zu 2 km besonders für das Zufußgehen oder Radfahren. Voraussetzung für Nahmobilität sind funktional gemischte Quartiere, die einerseits Gelegenheiten für die alltägliche Versorgung aufweisen sowie andererseits Angebote für Fußgänger und Radfahrer bieten. Der öffentliche Raum sollte für alle Menschen gleichermaßen nutzbar gestaltet sein und zu Aufenthalt und Kommunikation einladen. Lebendige Siedlungsräume und gute Bedingungen für Nahmobilität sind folglich eng miteinander verbunden.

Der Regionalverband bietet zur Stärkung der Nahmobilität und insbesondere zur Förderung des oft vernachlässigten Fußverkehrs folgende Leistungen an:

  Begleitung von Nahmobilitäts- und Fußverkehrskonzepten
  Moderation von Beteiligungs- und Planungsprozessen
  Erreichbarkeitsanalysen für Fußgänger, z.B. zur Beantwortung folgender Fragen:
  • Wie lang ist die Gehzeit zum nächstgelegenen Lebensmittelgeschäft, Arzt, Bürgerzentrum, Sportplatz usw.?
  • Wie viele Einwohner können eine Einrichtung innerhalb einer bestimmten Gehzeit erreichen?
  • Welche Auswirkungen haben die Einrichtung oder Schließung von Standorten?
  • Wo sind Lücken oder Barrieren im Fußwegenetz?

Die Ergebnisse können beispielsweise in Nahmobilitäts- und kommunale Entwicklungskonzepte einfließen sowie in die Beurteilung von Flächenpotenzialen zur Innenentwicklung eingebunden werden.

Regionales Monitoring 2014, Seite 42

Fußläufige Erreichbarkeit von Lebensmittelgeschäften in Rödermark