Seiteninhalt

Grünflächen

Der Begriff Grünflächen bedeutet im planerischen Sinne gestaltete, aber überwiegend unversiegelte Freiflächen für den Sport, zur Erholung oder für Bestattungszwecke. Zu den Grünflächen zählen außer Parks, Friedhöfen und den sogenannten wohnungsfernen Gärten (Dauerkleingärten, Freizeitgärten) auch Sportplätze, Freibäder, Jugendzeltplätze sowie Flächen für Kleintierhaltung und Hundedressur. Grünflächen dienen im Allgemeinen der Siedlungsgliederung und sollen zu den Freiflächen des Außenbereiches überleiten.

Burgpark Gustavsburg Friedhof

Das Baugesetzbuch regelt, dass die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung sowie die Belange von Sport, Freizeit und Erholung bei der Aufstellung der Bauleitpläne zu berücksichtigen sind. Die Darstellung in Flächennutzungsplänen erfolgt auf der Grundlage des § 5 (2) 5. des Baugesetzbuches.

Ein wichtiges Merkmal der Grünflächen ist, dass auf ihnen keine größeren baulichen Anlagen stehen dürfen. Sie dienen also primär nicht der baulichen Nutzung, sondern ihr Hauptzweck ist die begrünte Fläche, wobei in vielen Fällen nutzungsbezogene Nebenanlagen (etwa das Vereinsheim der Kleingärtner) erlaubt sind. Flächen, auf denen beispielsweise zu sportlichen Zwecken große Hallen errichtet wurden, zählen zu den Sonderbauflächen oder Flächen für Gemeinbedarf.

Grünflächen in Naturschutzgebieten, in kleinräumigen Landschaftsschutzgebieten, Überschwemmungsgebieten oder inneren Schutzzonen von Trinkwasser- und Heilquellenschutzgebieten sind nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.

Im Ballungsraum spielt der nachhaltige Umgang mit den vorhandenen Freiflächen eine zentrale Rolle. Ein unkontrolliertes Wachstum der Siedlungen (so genannte Zersiedelung) und die damit einhergehende Beeinträchtigung des Landschaftsbildes ist aus planerischer Sicht nicht erwünscht. Werden Grünflächen in die Randbereiche der Siedlungsgebiete integriert, schafft dies einen optisch ansprechenden Übergang zur freien Landschaft und stellt außerdem sicher, dass die Bevölkerung ihre Freizeit wohnortnah gestalten kann. Dadurch verringert sich wiederum die Verkehrsbelastung, weil die Erholungssuchenden keine langen Anfahrtswege auf sich nehmen müssen.

Die Planung von Grünflächen ist eine der Hauptaufgaben der Landschaftsplanung.