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Wald

Der größte Teil des Regionalverbandgebietes ist Wald. Die Gemeinden mit einem besonders hohem Anteil liegen im Nordwesten und Süden des Verbandsgebietes, aber auch Kommunen im Kern des Rhein-Main-Gebietes verfügen über Waldanteile, die zehn Prozent und mehr von ihrer Gesamtfläche ausmachen. Der durchschnittliche Anteil lag im Regionalverbandsgebiet 2004 bei 32 Prozent (Hessen: 42 Prozent, Bund: 29,5). Nach deutlichen Verlusten bis in die frühen 90er Jahre ist die Waldfläche im Verbandsgebiet seit 1993 sogar leicht – um 380 Hektar (plus 0,5 Prozent) – gestiegen.

Skyline mit Stadtwald 2014

Blick auf die Skyline Frankfurts über dem Stadtwald

Für die Stadt Frankfurt spielt die Erholungsfunktion des Stadtwaldes schon seit langer Zeit eine wichtige Rolle. Aber auch im übrigen Rhein-Main-Gebiet haben die Schutz-, Erholungs- und ökologischen Funktionen Vorrang vor der Rohstoffproduktion.

Durch den so genannten naturgemäßen Waldbau wird der Wald auf großer Fläche durch Bewirtschaftung geschützt und erhalten. Große Waldflächen sind zudem als Schutz- oder Bannwald ausgewiesen.

Im Ballungsraum ist der Wald starken und vielfältigen Belastungen ausgesetzt:
Der Wald wird abgeholzt und besiedelt, Straßen führen hindurch. Dadurch wurden zusammenhängende Waldflächen immer stärker verkleinert (so genannte Verinselung), was es künftig zu vermeiden gilt. Daneben sind es Grundwasserabsenkungen und vor allem die vom Verkehr und der Landwirtschaft ausgestoßenen Schadstoffe, die den Wald stark beeinträchtigen.

zwischen Stadtwald und Fluss (F-Schwanheim)

Siedlung zwischen Stadtwald und Fluss (Frankfurt-Schwanheim); Foto: Konrad Neumann

Um den Wald und seine dem Allgemeinwohl dienenden Funktionen zu erhalten, versucht die Landschaftsplanung Waldverluste möglichst gering zu halten. Unvermeidbare Verluste müssen ausgeglichen werden. Im Rahmen der Landschaftsplanung und bei der Aufstellung des Regionalen Flächennutzungsplans werden daher auch Waldzuwachsflächen in geeigneten Lagen bestimmt.